UNGARN
Gelegen in der Mitte des Karpatenbeckens, also im Herzen Europas, gehört Ungarn zu einem der ursprünglichsten Laender Mitteleuropas.
Mit einer Flaeche von 93.000 km2 geniesst es die Vorteile eines kleinen Landes, das sehr reich an vielfaeltiger Landschaft und Naturschaetzen ist.
In den 9 Naturschutzgebieten des Landes gibt es mit Waeldern bedeckte Berge; in den scheinbar unendlichen Tiefebenen werden Pferde frei gezüchtet, Seen und Sümpfe wechseln sich in der hügeligen Landschaft ab. Mitteleuropas grösster Süsswassersee ist der Balaton, auch Plattensee oder ungarisches Meer genannt. Sein angenehmes Wasser und die Straende ziehen Touristen aus ganz Europa an. Aber es gibt auch zahlreiche kleinere Seen. Dass Norden und Süden sich treffen, macht die Vegetation und die Tierwelt des Landes überraschend vielfaeltig, vor allem im Hortobágy Nationalpark oder in Gemence.
Ungarn ist das Land des Thermalwassers: bis heute sind 1300 heilende Quellen entdeckt worden. Wird Budapest nicht immer die Stadt des Thermalwassers genannt? Es existieren sogar noch Baeder aus der Zeit der Türkenherrschaft, die sehr aufwendig erbaut wurden. Aber auch in den modernen, allen Wünschen gerecht werdenden Heilbaedern können sie die Freuden des Badens und qualifizierte Behandlungen geniessen.
Die ungarische Haupstadt wurde 1873 gegründet, als die 3 Staedte BUDA, PEST und ÓBUDA vereint wurden. Budapest, die "Perle der Donau" liegt etwa auf halber Strecke der 2800 km, die der mytische Fluss von der Quelle bis zur Mündung als riesiger Strom in das Schwarze Meer zurücklegt.
Das Land hatte eine sehr bewegte Geschichte und war das Drama des 20. Jahrhunderts. Erst besetzten, unterjochten und unterdückten es die Tartaren, dann 400 Jahre die Türken, dann 2 Jahrhunderte die Habsburger oder die Sowjets.
Nach der Versöhnung von 1867 wurde Ungarn endlich gleichberechtigter Partner Österreichs in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, aber für diesen Bund mit Österreich und Deutschland musste Ungarn nach der Niederlage im 1. Weltkrieg 1914 teuer bezahlen: es verlor mindestens 1 Million Einwohner (im Gebiet von Österreich und Ungarn zusammen) und 2/3 seines Staatsgebietes, wobei vor allem der Verlust Siebenbürgens am schmerzhaftestens war (Friedensvertrag von Trianon am 4. Juni 1920). Nach dem Besatzungsversuch Deutschlands im 2. Weltkrieg wurde das Land Teil des Sowietblocks, aus dem es sich erst nach 1989 lösen konnte, zur gleichen Zeit als die Mauer in Deutschland fiel.
Seit 1990 ist die marktwirtschaftlich orientierte parlamentarische Demokratie die Staatsform Ungarns. Nach dem Eintritt in die NATO 1998 bereitet sich Ungarn nun auf den Eintritt in die Europäische Union im Mai 2004 vor.
Die Heimat der Magyaren, unterscheidet sich von allen anderen Ländern auf Europas Landkarte. Ungarn ist ein aussergewöhnlicher Farbfleck in Europas Farbpalette.
Immer offen für äußere Einflüsse, von West wie von Ost, ist Ungarn in der Lage, die Traditionen der auf seinem Gebiet lebenden Volksgruppen mit den vielfältigen kulturellen Strömungen zu vereinen. Dies zeigt sich sowohl in der Architektur, deren Vielfarbigkeit und verschiedenen Stilrichtungen trotzdem nicht an Einzigartigkeit missen lässt, als auch in der Gastronomie und den Volkstraditionen, die bis heute lebendig gehalten werden.
Musik spielt eine bevorzugte Rolle im Leben der Ungarn: sie ist allgegenwärtig, auf Strassen wie in Cafes und in Gaststätten gleichermassen.
Sowohl die Landschaft, der Reichtum und die Vielfältigkeit der Monumente und Museen, die vielen kulturellen Veranstaltungen und Vorstellungen in den ungarischen Städten und Dörfern, wie auch die Gastfreundschaft der Einwohner garantieren einen unvergeßlichen Aufenthalt für Besucher.