Kunst and cultur
Eins der Hauptmerkmale Ungarns ist sein bewegendes, vielfältiges, sehr einzigartiges kulturelles Leben.
Die westlichen und östlichen Einflüsse vermischen sich regelrecht mit den Traditionen eines Jahrtausend alten Nationalstaates. Wie Metternich sagte: "Wiens Tore öffnen sich gen Osten". Dem allen äußeren Einflüssen gegenüber offenen Ungarn ist es auf originelle Weise gelungen, die verschiedenen ethnischen Volksgruppen und kulturellen Strömungen, die seine Kultur ausmachen, in sich zu vereinen. Daraus ergibt sich, dass Ungarn immer einen bevorzugten Platz hatte, ja auf manchen Gebieten, wie Musik und Tanz, sogar internationalen Ruhm erlangte.
Die Architektur, die Malerei, die Plastik, Musik und Tanz, Volkskunst und die Literatur waren schon immer Ausdrucksmittel der ungarischen Seele, wobei Ungarn alle Zeit auf allen Gebieten große Künstler hervorgebracht hat. Die Budapester Monumente, Museen und kulturellen Veranstaltungen bieten den Besuchern unvergessliche Erlebnisse.
Architektur
Die vielen Einflüsse, westliche wie östliche, machten es für die ungarische Architektur möglich, von verschiedenen Quellen inspiriert zu werden. Die diversen Einrichtungen, vor allem aus der Türkenherrschaft erhalten gebliebenen Thermalbäder (Király, Rudas) sind diejenigen, die am meisten zur orientalen Wesensart der Stadt beigetragen haben.
Obwohl Ungarn viel von West und Ost übernommen hat, hat es seine Originalität als ungarisches Markenzeichen behalten: z.B. den späten Barockstil (Königspalast) oder der die 19./20. Jahrhundertwende bestimmende Sezessionsstil (siehe später).
Nach dem Zusammenschluss der 3 Städte Buda, Óbuda und Pest, wurde Budapest 1873 Hauptstadt. Am Anfang des 20. Jahrhunderst entwickelte sie sich zu einer Großstadt mit typisch neo-klassizistischen Gebäuden. Die Mehrheit der in dieser Zeit erbauten Monumente zehren von der Vergangenheit: es gibt den neo-byzantinischen Stil (Gellért Hotel), den neo-gotischen (Parlament, Fischerbastei), und vor allem den neo-klassizistischen Stil (Opernhaus, Zitadelle, Sankt Stefans Kirche, Ostbahnhof, Museum der schönen Künste, Nationalgalerie).
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wendeten sich die Architekten und Künstler vom akademischen Stil ab und entwickelten die Quellen der Volkskunst und der Volkstraditionen weiter: dies ist die Sezession. Ihr haben wir die einzigartigen, hohen Gebäude, wie den Westbahnhof, den Tierpark, die Postsparkasse, die Freiheitsbrücke und das Museum für angewandte Kunst, zu verdanken.
Die besten Beispiele für Volksarchitektur sind in Freilichtmuseen, den sog. "skanzenek", zu sehen, die im ganzen Land zu finden sind (Szentendre).
Malerei
In der Budapester Nationalgalerie sind die schönsten ungarischen Gemälde zu finden, hier sind die Werke der größten ungarischen Künstler ausgestellt. Im Museum der schönen Künste sind alle euopäischen Malerschulen vertreten: italienische, flämische, spanische, französische, russische. In den Galerien gibt es zeitgenössische Ausstellungen der bildenden Künste.
Bildhauerkunst
Der klassizistische Geist und das Verlangen nach Verzierung sind überall in Ungarn zu finden: Statuen und Brunnen schmücken Parks und Plätze.
Musik, Tanz und Volkskunst
Ungarn ist erfüllt von Musik, sei es klassische Musik oder die berühmte ungarische Oper.
Ein langsamer Einstieg, schneller Tanz und ein besonderer synkopischer Rhythmus kennzeichnen die ungarische Volksmusik. Für Franz Liszt (1811-1886) war dies die Quelle der "original ungarischen" Musik und er benutzte sie, um seine Ungarischen Rhapsodien zu komponieren.
Ohne Zigeunermusik, die von einem großartigen Volkstanz begleitet wird, ist ein romantisches Abendessen gar nicht mehr vorstellbar.
Die ungarischen Volkstraditionen sind Teil des nationalen Erbes: nirgends in Europa gibt es solch eine vielfältige Tanzwelt wie in Ungarn.
Die ungarische Jugend respektiert die Traditionen: die moderne Musik kommt gut mit dem Volkstanz aus.
Das "Budapester Frühlingsfestival" findet jedes Jahr im März statt und dauert 2 Wochen. Es gibt Konzerte mit klassischer und moderner Musik, Opernabende, Ballett - und Theatervorstellungen und vielfältige Ausstellungen ganz im Motto von "10 Tage, 100 Orte, 1000 Ereignisse". Im August findet das "Budapester Opern - und Ballettfestival" statt. Auch werden landesweit Konzerte in Kirchen und Schlössern gehalten.